Freitag • Friday • 5.6.2026
Freitag • Friday
5.6.2026
17:00 Uhr • 5 pm
Kleist Forum – Foyer
Die Eröffnung des Festivalwochenendes UNITHEA 2026 führt in das diesjährige Motto „Tröste mich“ ein und gibt Raum für unterschiedliche Perspektiven aus Stadt, Universität und Festivalteam. Trost erscheint dabei nicht nur als persönliches Gefühl, sondern als Frage danach, wie wir in unsicheren Zeiten miteinander verbunden bleiben können.
The opening of the UNITHEA 2026 festival weekend introduces this year’s theme, “Comfort Me”, and creates space for different perspectives from the city, the university, and the festival team. Comfort is explored here not only as a personal feeling, but as a question of how we can stay connected to one another in uncertain times
Begrüßung • Welcome:
Florian Vogel, Künstlerischer Leiter des Kleist Forums / Artistic Director of the Kleist Forum
Dr. Axel Strasser, Oberbürgermeister Frankfurt (Oder) / Mayor of Frankfurt (Oder)
Einführung • Introduction:
Team Unithea
Musik • Music:
Frank Israel, Adrian Schliebe, Hannelore Will
Performance
Freitag • Friday
18:00 Uhr • 6 pm
Kleist Forum Studiobühne
Performed in English and Persian with English Subtitles
Gespräch in englischer Spraache mit deutscher Simultandolmetschung
Talk in English with German translation
Aufgrund des sensiblen Charakters der Aufführung und zum Schutz der elf jungen Frauen in Afghanistan ist es strengstens untersagt, während der Aufführung Fotos, Filme oder Tonaufnahmen zu machen.
Due to the sensitive nature of the performance and the safety of the eleven young women in Afghanistan, it is strictly forbidden to take photos / films or audio recordings during the performance.
Im Zentrum der dokumentarischen Performance stehen die Stimmen von elf jungen Frauen aus Afghanistan, deren Leben sich seit der Machtübernahme der Taliban radikal verändert hat. Über Videos, Texte, Zeichnungen und Musik entsteht ein vielschichtiges Bild von Alltag, Einschränkung, Angst, Sehnsucht und Hoffnung. Das Material wurde unter schwierigen Bedingungen digital gesammelt und in eine sensible Bühnenform übersetzt.
Die Performance fragt, was Trost bedeuten kann, wenn grundlegende Freiheiten entzogen werden und Zukunft plötzlich unsicher erscheint. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Rachel Karafistan und einer Mitwirkenden statt.
At the heart of this documentary performance are the voices of eleven young women from Afghanistan, whose lives have changed radically since the Taliban took power. Through video, texts, drawings and music, a layered portrait emerges of everyday life, restriction, fear, longing and hope. The material was gathered digitally under difficult circumstances and translated into a sensitive theatrical form.
The performance asks what comfort can mean when fundamental freedoms are taken away and the future suddenly feels uncertain. A post-show conversation with Rachel Karafistan and one of the contributors will follow.
Credits:
Das Stück wurde vollständig von den elf jungen Frauen von „Under the Starry Afghan Sky“ entwickelt und vom Cosmino Theatre inszeniert.
Created entirely by the eleven young women of Under the Starry Afghan Sky and facilitated by Cosmino Theatre
Originalmusik und Video Editing • Original Music and Video Editing: Kuba Pierzchalski of Cosmino Theatre
Animationen • Animations: Anna Benner
Werbefotos • Publicity photos: Rhea Schmitt
Fotos der Performance • Performance photos: Tobiasz Papuczys
Performed by: Rachel Karafistan
Film
Freitag • Friday
20:30 Uhr • 8:30 pm
MehrGenerationenHaus Mikado
Sprache • Language: Deutsch • German
Gespräch in englischer Spraache mit deutscher Simultandolmetschung
Talk in English with German translation
Aufgrund des sensiblen Charakters der Aufführung und zum Schutz der elf jungen Frauen in Afghanistan ist es strengstens untersagt, während der Aufführung Fotos, Filme oder Tonaufnahmen zu machen.
Due to the sensitive nature of the performance and the safety of the eleven young women in Afghanistan, it is strictly forbidden to take photos / films or audio recordings during the performance.
Kann eine Stadt den Menschen Trost spenden? Das Filmprojekt folgt der Idee, Frankfurter Begegnungsorte zu beobachten, zu porträtieren und dort Menschen zu interviewen, um deren Perspektiven einzufangen. Es richtet den Blick unter anderem auf die Obere Stadt und auf Menschen, die dort leben, arbeiten oder einfach Zeit verbringen. Der Film zeigt Frankfurt (Oder) aus der Sichseiner Bewohner*innen und lädt dazu ein, vertraute Orte anders wahrzunehmen. Gezeigt wird der Film im MehrGenerationenHaus Mikado, wo die Besucher:innen im Anschluss im sommerlichen Garten bei Kerzenlicht mit dem künstlerischen Kollektiv und Beteiligten ins Gespräch kommen können.
Can a city offer comfort? This film project follows the idea of observing and portraying places of encounter in Frankfurt (Oder), interviewing the people who gather there to capture their perspectives. It turns its gaze, among other places, towards the Obere Stadt and the people who live, work or simply spend time there. The film shows Frankfurt (Oder) through the eyes of its residents, and invites audiences to see familiar places in a new light.
The film will be screened at the MehrGenerationenHaus Mikado, where afterwards visitors are welcome to continue the conversation with the artistic collective and participants in the summery garden, by candlelight.
Credits:
Konzept und Umsetzung • Concept and Realisation: Kollektiv rampe:aktion (Christian Limber, Miriam Trostorf)
Mit: Bewohner:innen, Teilnehmenden der „Guten Stube“, Team UNITHEA
With: residents, participants of the “Gute Stube”, team UNITHEA
Samstag • Saturday • 6.6.2026
Interdisziplinärer Stadtspaziergang durch Gebietskulissen • A Staged City Walk through Neighbourhood Scenes
Samstag • Saturday
6.6.2026
15:00 Uhr • 3 pm
Start • starting point Mikado
Sprache • Language: Deutsch • German
Der Stadtspaziergang macht die Obere Stadt selbst zur Bühne. Entwickelt im Rahmen des Projekts „Wir – die junge Doppelstadt“, verbindet das Format performative Elemente mit lokalen Geschichten, Beobachtungen und Perspektiven. Die Teilnehmenden bewegen sich gemeinsam durch. einen Wohn- und Lebensraum mit vielen parallelen Welten, Stimmen, Sprachen, Geschichten. Das Künstlerteam möchte dieser Vielstimmigkeit durch gemeinsames Eintauchen erlebbar machen und dadurch den Stadtraum für Begegnung, Erinnerung und gemeinsames Wahrnehmen öffnen. Was verändert sich, wenn man einen Ort nicht nur durchquert, sondern ihm zuhört? Welche Geschichten liegen in Straßen, Häusern und Plätzen verborgen? „Alles anders!“ lädt dazu ein, den eigenen Alltag für einen Moment zu verschieben.
The city walk turns the Obere Stadt itself into a stage. Developed as part of the project „Wir – die junge Doppelstadt“ („We – the Young Twin City“), the format weaves together performative elements with local stories, observations, and perspectives. Participants move together through a living space of many parallel worlds, voices, languages, and histories. The artist team wants to make this polyphony tangible through shared immersion — opening up the urban space for encounter, memory, and collective perception. What changes when you don’t just pass through a place, but truly listen to it? What stories lie hidden in streets, houses and squares? “Alles anders!” invites you to step away from your own everyday life, just for a moment.
Credits:
Konzept und Künstlerische Leitung • Concept and Artistic Direction: Thomas Roth, Michael Kurzwelly – Słubfurt e.V.
Mitwirkende: Laiendarsteller:innen und Bewohner:innen der Oberen Stadt
Contributors: Amateur performers and residents of the Obere Stadt
Samstag • Saturday
6.6.2026
16:00 Uhr • 4 pm
Kleist Forum Wandelhalle
Sprache • Language: multilingual
Die Kaffeetafel ist ein offenes Begegnungsformat im Anschluss an den Stadtspaziergang. Bei Kaffee, Tee und Kuchen sind Besucher:innen eingeladen, anzukommen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Eindrücke aus dem Festival und dem Stadtteil zu teilen.
Was gibt Trost? Welche Orte tun gut? Wie kann es gelingen, dass Nachbarschaft den Menschen Halt gibt? Die Kaffeetafel schafft Raum für Austausch, der nicht auf der Bühne stattfindet, sondern zwischen den Menschen.
The coffee-chat is an open meeting format following the city walk. Over coffee, tea, and cake, visitors are invited to settle in, connect, and share impressions from the festival and the neighbourhood.
What brings comfort? Which places feel good to be in? How can a neighbourhood become a source of support for the people who live in it? The coffee-chat creates space for exchange that doesn’t happen on stage, but between people.
Performance
Samstag • Saturday
6.6.2026
17:30 Uhr • 5:30 pm
Kleist Forum Studiobühne
Sprachen: Ukrainisch mit deutschen Untertiteln
Languages: Ukrainian with German subtitles
Die Performance widmet sich einem dunklen Kapitel der ukrainischen Geschichte, dem Holodomor. Diesem grausamen Akt stalinistischer Gewaltherrschaft, einer bewusst herbeigeführten Hungerkatastrophe in der Ukraine Anfang der 1930er Jahre, fielen mehrere Millionen Menschen zum Opfer. In der sozialistischen Ära musste dieser Völkermord verschwiegen werden und ist bis heute Vielen nicht im Bewusstsein. Vor diesem Hintergrund wird der aktuelle russische Angriffskrieg gegen die Ukraine in seiner historischen Dimension deutlich.
In der künstlerischen Auseinandersetzung werden historische Recherche mit persönlicher Perspektive, Musik mit performativen Elementen verbunden. Dadurch eröffnet Roksana Vikaluk einen ganz besonderen, auf die Sinne ausgerichteten Weg.
The performance is dedicated to a dark chapter of Ukrainian history: the Holodomor. This brutal act of Stalinist terror — a deliberately engineered famine in Ukraine in the early 1930s — claimed the lives of several million people. During the socialist era, this genocide was forced into silence, and to this day, it remains unknown to many. In this light, Russia’s current war against Ukraine reveals itself as part of a longer, darker history.
In this artistic exploration, historical research meets personal perspective, and music interweaves with performative elements. Through this, Roksana Vikaluk opens a very particular path — one that speaks directly to the senses.
Credits:
Textauswahl und Bearbeitung • Text Selection and Editing: Iza Chruślińska und Piotr Tyma
Libretto, Regie, Visualisierungen • Libretto, Direction and Visualisations: Roksana Vikaluk
Musik • Music: Roksana Vikaluk, Wolfram DER Spyra
Szenische Lesung • Staged Reading: Tomas Spicker, Mariia Didenko
Musikperformance • Music performance
Samstag • Saturday
6.6.2026
20 Uhr • 8 pm
Kleist Forum Hinterbühne
Sprache • Language: Deutsch • German
Die musikalische Lecture Performance “Linke Hände” widmet sich verschiedenen Positionierungen von Künstlerinnen der DDR zu Idealen und Ideologie, Repressionen und Realität ihres Landes. Eine wichtige Folie bildet Brigitte Reimanns stark autobiographische Romanfigur Franziska Linkerhand – die junge Architektin, die lebenswerte Städte, Behausungen bauen will und daran scheitert. Ihre Widersprüche zwischen künstlerischen wie menschlichen Idealen und Desillusionierung spiegeln sich auf radikale und ganz eigene Weise im Werk oppositioneller Künstlerinnen der Siebziger und Achtziger Jahre wie Gabriele Stötzer und Cornelia Schleime. Das Stück erzählt von Möglichkeiten, Entscheidungen und Lebenswegen dieser Künstlerinnen, begibt sich auf ihre Spuren und in ihr Werk hinein, ist Dokumentation, Liebeserklärung, Punkkonzert, Fragestunde und Essay zugleich.
The musical lecture performance „Linke Hände“ explores the different positions taken by women artists in the GDR – their relationship to the ideals and ideology, the repressions and realities of their country. A key reference point is Brigitte Reimann’s strongly autobiographical novel character Franziska Linkerhand – a young architect who dreams of building liveable cities and homes, and fails. The same struggle between ideals and disillusionment runs through the work of oppositional women artists of the seventies and eighties, such as Gabriele Stötzer and Cornelia Schleime – refracted in ways that are radical and entirely their own. The piece traces the possibilities, decisions, and life paths of these artists – following their traces and entering their work. It is documentation, love letter, punk concert, Q&A and essay all at once.
Credits:
Performance: Angela Braun, Tatiana Nekrasov
Tasteninstrumente • Keyboard instruments: Roman Lemberg
ROSA BETON Thomas Wagner (Gitarre, Vocals), Thomas Trenkel (Bass, Vocals), Martina
Dünkelmann (Moog, Vocals) und Alexander Lode (Schlagzeug)
Regie • Direction: Franziska Kronfoth
Bühnenbild • Set Design: Thorbjörn Björnsson
Kostüme • Costumes: Wieland Lemke,
Video: jakob klaffs
Dramaturgie: Anja Nioduschewski
Licht • Lighting: Henning Streck
Ton • Sound: Michael Hoppe
Regieassistenz • Assistant Director: Tabea Papritz
Produktionsleitung • Production Manager: Philip Decker
Samstag • Saturday
6.6.2026
21 Uhr • 9 pm
Kleist Forum Wandelhalle
Nach zwei intensiven Festivaltagen lädt UNITHEA zu einem offenen Ausklang im Foyer des Kleist Forums ein. Viele Beiträge des Programms berühren schwere und emotionale Themen. Der Ausklang bietet deshalb Raum, mit Musik im Hintergrund, Getränken und in ruhiger Atmosphäre das Gesehene nachklingen zu lassen, mit Künstler:innen und Festivalteam ins Gespräch zu kommen oder einfach gemeinsam zu verweilen.
After two intense festival days, UNITHEA invites you to a closing gathering in the Foyer of the Kleist Forum. Many of the programme’s works touch on heavy and emotional themes. The closing therefore offers a space – with music in the background, drinks in hand, and a quiet atmosphere – to let what you have seen settle, to talk with artists and the festival team, or simply to linger together for a little while.
Nelly Baganz, Anna Bihdash, Mariia Didenko, Darja Herz, Isa Leidet, Jenny Nguyen, Oleksandra Radchenko, Leonie Radenz, Weronika Zak
Seminarleitung • Seminar coordinators: Constance Krüger, Lea Nienhoff, Anja-Christin Winkler
Grafik • Graphic design: Leonie Lange, Elena Landschützer
Redaktion • Editorial team: Leonie Radenz, Anja Christin Winkler
Übersetzung • Translation: Oleksandra Radchenko
Webseite • Website: Anna Lina Orsin
Unser herzlicher Dank geht an das gesamte Team des Kleist Forums für die große Unterstützung, besonders an Florian Vogel, Stefan Welker, Patrice Studier, Nora Weise und Joy von Mersewsky.
Our warmest thanks go to the entire team of the Kleist Forum for their generous support, and in particular to Florian Vogel, Stefan Welker, Patrice Studier, Nora Weise, and Joy von Mersewsky.
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Theaterfestival • Theatre festival
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